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23.11.2010 Die ersten Hausverlosungen fanden 2006/2007 in England statt und erfreuten sich regen Interesses der Medien und auch enormer Nachfrage bei Loskäufern. So wurden in schneller Reihenfolge nicht nur in England, sondern auch auf den Kanaren und Österreich Hausverlosungen durchgeführt.
Hausverlosungen, bzw. Hauslotterien sind in den letzten Jahren Monaten nun reichlich aus dem Boden geschossen. Fast genauso viele Hausverlosungen mußten wieder angebrochen werden. Kaum ein Hausverloser schafft es im Augenblich eine Hausverlosung positiv zu Ende zu führen.
Und hier drängt sich förmlich die Frage nach den Gründen auf, warum diese eigentlich wirklich geniale Idee auf einmal nicht mehr funktionieren sollte.
Die meisten Hausverloser näherten sich der Hausverlosung aus der Tatsache heraus, dass sich ihre Immobilie nicht mehr wertgerecht veräußern ließ. So entstanden viele Hausverlosungen aus der Zwangssituation, dass Banken in der Wirtschaftskrise vor allen Dingen bei hoch finanzierten Immobilien zusätzliche Sicherheiten verlangten, da die Beleihungswerte durch den Preisverfall nicht mehr ausreichten.
In dieser Situatiuon ist es vielen Immobilieneigentümern nicht möglich, Sicherheiten nachzulegen, woraus sich u.U. eine Zwangslage ergeben kann, welche den Hausverkäufer zwingt, einen Marktpreis zu erwirtschaften, der dem Anschaffungswert oder mindestens dem Beleihungswert entspricht.
Viele Hausverloser ließen sich von raschen Verkaufserfolgen blenden, welche in der Anfangseuphorie realisiert wurden und starteten ihre Verlosung, ohne entsprechende Werbebudgets in Reserve zu halten.
Nun ist es nicht einfach, über Internet die erforderlichen Losverkäufe zu tätigen, ohne eine entsprechende Position auf der ersten Seite bei den wichtigsten Suchmaschinen zu erhalten. Monatliche Werbegelder von 5.000 - 10.000 € sind oft notwendig und übersteigen damit die Möglichkeiten vieler Hausverloser, um ausreichend Lose für eine erfolgreiche Hausverlosung zu verkaufen.
Die Rechtslage in Deutschland, wo Hausverlosungen verboten sind, trieb viele Hausverloser ins angrenzende Österreich, wo jedoch deftige Steuersätze vor Beginn der Verlosung zu bezahlen sind. Und damit die Kapitaldecke für erforderliche Werbemaßnahmen nochmals schwächt.
Ein weiteres Problem sind Glücksritter, welche auf die Dummheit von Loskäufern setzen und Objekte anbieten, welche überhaupt nicht zur Verlosung zur Verfügung stehen. Ziel ist es Lose zu verkaufen und die Beträge einzustreichen, ohne überhaupt einen Gewinn auszuschütten. Diese Firmen betreiben ihre Machenschaften oftmals außerhalb der EU und sind damit auch nur schwer zu greifen.
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Viele Meinungen tendieren dazu, dass die Idee zu genial ist, die Hausverlosung wegen vorgenannter Schwierigkeiten sterben zu lassen.
Eine Lösung der Problematik von Vertriebskosten, Know How an Marketing und Vertrieb kann die Organisation der Hausverlosung durch professionelle Anbieter sein, welche die Werbegelder mehrerer Hausverloser konzentrieren und damit effektiver agieren können. Ausgestattet mit einer Lizenz aus einem EU-Staat, welcher auch die Rechtmäßigkeit, den Spielverlauf und auch die eigentliche Losziehung prüfen.
Dazu ist jedoch auch ein Umdenken der Hausverloser und auch Loskäufer erforderlich.
Hausverloser müssen akzeptieren lernen, dass monatliche Vertriebskosten erforderlich sind, um eine Hausverlosung erfolgreich zu gestalten und dass hausbackene Internetauftritte wenig vertrauenserweckend sind, selbst wenn anwaltschaftliche Träuhänder eingesetzt sind.
Loskäufer müssen akzeptieren, dass der Service einer professionellen Hausverlosung nicht kostenlos sein kann und o.g. Vertriebskosten der Hausverlosung die einzelne Immobilie durchaus um 30% teuerer werden lassen.
Trotzdem ist die Wahrscheinlickeit des Gewinns um ein zigfaches höher als bei Lotto o.ä. und damit die Hausverlosung immer noch eines der spannendsten Gewinnmöglichkeiten.
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